Naturerlebnisweg Klingenbachtal  -  Hecken an der geschichtsträchtigen Bernsteinstraße

Entlang von Wegen, Böschungen und Steinriegeln können sich auf ungenutzten Abschnitten Sträucher ansiedeln, zunächst einzeln, dann in Gruppen und später bilden sie eine geschlossene Hecke, wie am Hang gegenüber des Weges. Auch Hecken als lineare Biotopelemente sind Vermittler zwischen der Feldflur und dem Wald. Sie überbrücken Ackerlandschaften und verbinden Waldinseln.

HECKENBAU

Als Pioniere für den „Heckenbau" gelten die Dornsträucher Hundsrose, Schlehe, oder Schwarzdorn und Weißdorn. Später kommen meist noch die Hasel und der Holunder dazu. Am Rand der Hecke wachsen je nach Besonnung verschiedene Wildkräuter und Gräser, die als Saum bezeichnet werden.

DIE BERNSTEINSTRASSE

Auf halber Höhe dieses Hanges soll eine Altstraße, eine der 3 Trassen der Bernsteinstraße, entlang geführt haben.
In vor- und frühgeschichtlicher Zeit wurde hier Bernstein, ein fossiles Baumharz, von der norddeutschen Küste bis zum Mittelmeer transportiert.

DER LEBENSRAUM Hecke

wird von einer großen Zahl von Tieren angenommen. Singvögel, Bienen, Wespen und Hummeln nisten im Dickicht. Feldhase und Rebhuhn finden hier Deckung und Kröten, Echsen, Blindschleiche und Spitzmäuse Verstecke.

Ein inzwischen selten gewordener Heckensingvogel, um den sich viele Geschichten ranken, kommt hier vor: Mundartlich der „Dorndrahrer" oder der Neuntöter. Beide Namen stehen im Zusammenhang mit dem Ernährungsverhalten. Bei Insektenreichtum werden diese als Vorrat auf die Dornen von Schlehen gespießt und im Volksglauben dachte man, es müssten mindestens neun Opfer sein.

 

 

 
 
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